Cambrils, Katalonien 2020

Beitrag vom 12.03.2020 06:36 in 2020 , Abenteuer

Unser diesjähriges  Trainingslager findet erstmals mit unserer neuen „Freiheit“ unserem Wohnmobil statt. Der täglich wechselnde Wetterbericht zwischen Spanien und Sizilien machte es sehr spannend.  Eigentlich wollten wir gar nicht so weit fahren, aber sonnesüchtig und bei uns weit und breit keine davon in Sicht…

Letztendlich siegte Spanien, dort war dann doch mehr Sonne  in Aussicht.

Bei Nebel kamen wir dann früh morgens und ein wenig übermüdet in Cambrils an. Unser Plan, in Frankreich auf einem Rastplatz mit ausgewiesenem Camperbereich mal 4 Stunden zu schlafen, platzte nach 1,5 Stunden. Die Gendarmerie wies uns freundlich darauf hin, doch besser einen anderen Platz zu suchen, sei zu gefährlich ;-/ 

Angekommen, suchten wir uns einen Campingplatz, nicht einfach bei der Auswahl. Alles recht groß, viele deutsche Rentner ;-)

Sant Joan Camping sollte es werden. Nach einem gemütlichem Frühstück war dann auch der Nebel weg und die Sonne kam raus.

Schon bald saßen wir auf den Rädern um erst mal am Meer entlang zu fahren und die Lage zu checken. Ohje alles so groß, Hochhäuser,  alles wurde mit Sizilien verglichen.

Am Nachmittag fuhren wir dann noch mit unseren Campingrädern ins Ort zum Einkaufen und ApresBike! EsKönnteSchlimmerSein!

Gut ausgeschlafen ging es dann am nächsten Tag bei blauem Himmel, aber Wind ins Landesinnere.

Wow wir waren schnell beeindruckt! Eine herrliche Landschaft, einsame Straßen, schöne kleine Bergdörfer.

Wir wollten Berge – und wir bekamen Berge. Ein ständiges Auf und Ab, Steigungen zum Teil über 15%, ganz selten mal ein Auto.

Bereits am zweiten Tag waren wir uns einig. Diese Gegend muss näher kennengelernt werden.  Timo plant uns jeden Tag eine neue Tour. Die ersten 4 Tage war allerdings der Wind sehr stark, gerade gestern mussten wir unsere geplante Tour auf den 1400m hohen Monte Caro abbrechen, Sturmböen machten das fahren fast unmöglich, aber auch hier fand sich toller Ersatz entlang einer alten Bahntrasse. Das Fahren hier ist wirklich fordernd, aber die Ausblicke entschädigen sofort. Auch die Einheimischen sind sehr nett, für uns aktuell etwas schade, dass einfach noch fast alles in den Dörfern geschlossen hat. Hier kommt halt immer wieder der sizilianische Vergleich, eine kleine Bar findet sich einfach immer. 1:0 für Sizilien. Aber wenn wir die Straßen vergleichen: 1:1. Wirklich der Hammer, was hier für super ausgebaute Straßen sind.

Unsere Campingräder sind Gold wert. Es macht Spaß, am Abend nochmal an der Strandpromenade entlang zu fahren und Einkäufe zu erledigen.

Jetzt liegen noch 5 Tage vor uns…wir freuen uns auf neue Abenteuer!

Erschreckend sind gerade die Corona Nachrichten. Hier ist NOCH alles ruhig, die  Regale gefüllt und in Italien herrscht Ausnahmezustand, all unsere Freunde bleiben a la Casa ;-(  hoffentlich nimmt das alles bald ein gutes Ende.