Burgenland extrem 24h

Beitrag vom 27.01.2020 10:59 in 2020 , Abenteuer

Auch dieses Jahr wollten wir wieder um den Neusiedler See joggen-wandern-kriechen 🤣 Diesmal reisten wir Mittwoch Abend mit unserem WoMo an und durften, da der Campingplatz Winterpause hatte, direkt am Hafen stehen.  Für uns ein perfekter Stellplatz. Total ruhig und direkt am Wasser. Sogar die Toiletten und Entsorgung wurden aufgeschlossen und Strom hätten wir auch nutzen dürfen. Hier ein großes Dankeschön für die Gastfreundschaft!  Neben uns stand Christian, dank Strava vor längerem kennengelernt und Christian glaub uns dieses Jahr laufen wir öfter zusammen 😉

Den Donnerstag ließen wir völlig gechillt angehen, drehten bei Kaiserwetter ein Wunderschöne Runde mit den Crossern, allerdings mit einem Bittern Beigeschmack! Letztes Jahr wurde 30 Jahre Fall des eisernen Vorhang gefeiert und Jetzt 😢! Als wir vor 2 Jahren an der Gedenkstätte zum Paneuropäische Picknick waren nur Erinnerungen an die Ehemalige massiv gesicherte Grenze zu sehen kein Schlagbaum und kein Grenzer ein freier Duchgang zwischen Ungarn und Österreich!! Und Heute wieder Schlagbäume und Grenzpolizeien!Warum? Haben wir schon alles wieder vergessen 😢!
 Anschließend holten wir mit Christian unser Starterpaket ab. Danach noch ein gemeinsames alkfreies Bier (Danke Christian) in der Sonne und dann Rucksack packen und alles zurecht legen.  Früh lagen wir im Bett, noch früher klingelte der Wecker...um 4.30Uhr fiel dann der Startschuss. Eine Meute Wanderer und Jogger setzte sich in Bewegung! Es war kalt aber trocken, eigentlich gute Bedingungen, irgendwann ging dann auch die Sonne auf, aber richtig hell wurde es Dank Nebelsuppe den ganzen Tag nicht! 
Anfangs waren wir zu Dritt unterwegs, ab Kilometer 30 etwa lief Christian dann sein Ding, machte auch Sinn. Dieses Jahr waren wir lauftechnisch extrem untrainiert und wussten, dass wir regelmäßig ins walken/wandern gehen mussten um das ganze zu überleben ;-) 
Die Kaffeemaschine an der zweiten Verpflegung sorgte für einen Energieschub, wir waren sehr motiviert und marschierten durch Ungarn. Wir versuchten immer im Gespräch zu bleiben, denn es wurde schon sehr monoton und dazu noch die zunehmende Kälte durch den Nebel. 
Irgendwann erreichten wir Apetlon in Österreich und wussten, dass es Halbzeit war. An der Verpflegung gönnten wir uns eine längere Pause mit lecker Weinsuppe und Muffins. Außerdem mussten wir uns die dicken Klamotten überziehen. 
Timo‘s frisch operierte Hand machte uns (mir mehr als ihm) Sorgen, sie glich einem Luftballon, nicht gut, die Fäden wurden schließlich grad 3 Tage zuvor gezogen. 
Aber erstmal ignorieren...also ging es weiter! Joggen war nicht mehr drin, aber dennoch kamen wir gut zurecht. Ok der harte Boden und ganz klar zu feste/steife Schuhe machten uns zu schaffen. 
Ich musste mir irgendwann eingestehen, dass ich die Schmerzen in den Knöcheln bis zum Schienbein unmöglich bis zum Ende aushalten konnte. 
Auch Timo zeigte sich vernünftig, der Druck im Handschuh durch die immer dicker werdende Hand wuchs stetig. 
Gemeinsam trafen wir die Entscheidung nur noch bis Parndorf zur Verpflegung zu gehen und bei Kilometer 75 in den Bus zu steigen! 
Gesagt, getan! Es war nicht schön, aber ich bin stolz, dass wir diese Entscheidung getroffen haben. 
Ich für mich muss sagen, dass ich nicht damit gerechnet hätte, ohne Training soweit zu kommen! 
Zurück im WoMo mit Frust-oder Feierabendbier, oder was auch immer, schmiedeten wir Pläne, was wir fürs nächste Jahr verbessern werden. Vor allem Training und keine frische OP!!!
Unser Freund Christian kam um kurz nach halb acht ins Ziel, herzlichen Glückwunsch, geil! 
Am nächsten Morgen hielt sich die Motivation aufs Rad zu steigen, in Grenzen. Noch mehr Nebel und noch mehr Kälte, aber egal, wenigstens ne Stunde rollen. Mehr war auch echt nicht drin, wir waren durchgefroren und Timos Hand wurde sofort wieder dick. 
Also zusammen packen und nen Abstecher ins Outlet Center. 
Danach sind wir noch vor Passau auf einen Stellplatz gefahren. Mostschenke in Naarn. Abgelegener Stellplatz auf dem Bauernhof mit urigem Wirtshaus. Nach nem Gespritzen und frischem Topfen ging’s ins Bett. 
Am nächsten Morgen schon wieder Nebel, also entschieden wir uns heim zu fahren. Doch dann, eine kleine Nebellücke bei Erlangen, schnell die Räder raus und ne schöne Runde gedreht! 
Alles in allem ein gelungenes Wochenende, wenn auch ohne Medaille!