Pfalztrail, Halftrail 32km und 770 hm

Die Schmerzen in meinen Beinen erinnern mich ständig an den gestrigen Lauf...aber wie ist unser Motto: der Schmerz geht, der Stolz bleibt!  Also muss das wohl so sein! :-) 
Aber jetzt mal von vorne. Wir waren ja schon ewig für dieses Event angemeldet,  ich für den Halftrail und Timo wollte den Ultra mit 85km laufen. 
Hier muss mich mal kurz anmerken, wie unflexibel der Veranstalter ist. Weder eine Gutschrift für das nächste Jahr, noch ein Downgrade waren möglich, trotz ärztlichem Attest! 
Echt schade, sonst ne super organisierte Veranstaltung. 
Aus diesem Grund musste ich alleine an den Start gehen. 
Ok, nicht alleine, Mama und Papa waren für den Quarterwalk gemeldet und Kaddy und Danny für den Quartertrail! Glückwunsch an euch für eure Leistung!  
Timo begleitete mich auf breiten Stollen,  danke dafür! 

Ehrlich gesagt, war ich Freitag Abend noch nicht sicher, ob ich starten sollte. 
Eine hartnäckige, oder wahrscheinlich nicht auskurierte Erkältung sorgt dafür, dass ich mich seit fast drei Wochen nicht fit fühle. 
Ich weiß nicht, ob es falscher Ehrgeiz war, aber schließlich stand ich dann doch pünktlich am Start. 
Die ersten 15km liefen auch ganz gut,  Timo zu sehen, tat jedes Mal gut und machte Mut. Die Strecke war schon, traillastig und nicht zu nass, eigentlich perfekte Verhältnisse.  In weißer Voraussicht lies ich mir gar nicht erst den Puls anzeigen, der war viel zu hoch :-(
Egal, es ging weiter, die letzten Kilometer waren doch schon sehr zäh...
5 Kilometer vorm Ziel traf ich meine Eltern, sehr gut....Mama scheint ihre Wunschzeit zu schaffen!  Respekt!  
Und dann endlich dieser Zielbogen in Sicht. Yesss! 
Naja 6. in meiner AK geht ja noch!
Jetzt muss ich aber wirklich mal en bissl auskurieren um mich dann auf die 61km an der Saarschleife vorzubereiten...und das schönste, wenn alles gut läuft, wechselt Timo die Stollenreifen gegen die Trailschuhe! 

 

Alpenbrevet 276km, 7031hm

Yiiipppiiieeeee endlich Sommerurlaub!!!
Bereits am Mittwoch Mittag ging es in die Schweiz nach Meiringen. So konnten wir ganz entspannt unser neues Dachzelt mit Markise aufbauen und testen. Einfach genial, fast schon Clamping :-)
Am Donnerstag nutzten wir das schöne Wetter für eine Tour zur grossen Scheidegg und zurück über den Brienzersee.
Am Freitag dann ganz gechillt zum See und danach die Startunterlagen holen.
 

Und ruck zuck war dann auch schon Samstag!

Als ich um 5 Uhr aus dem Dachzelt kroch, war es sternenklar-perfekt (dachte ich bis dahin noch)
Auf dem weg zum Start kein Stern mehr zu sehen,  im Gegenteil nur dunkle Wolken...egal pünktlich um 6.45 fiehl der Startschuss.
2500 Radfahrer setzten sich in Bewegung. Am Grimsel kam dann mäßiger Regen, aber angenehm warm (immerhin etwas)
Die Abfahrt war natürlich nass, nicht so mein Ding, aber es ging ja kurz danach wieder hoch zum Nufenen. Ab da wurde es dann auch recht schön und warm.
Zusammen fuhren wir nach Airolo,  dort gab Timo mir dann den Laufpass - ganz klare Ansage von ihm, auf keinen Fall auf ihn zu warten.

Am Einstieg vom Lukmanier fuhren wir noch zusammen,  dann jeder seinen Tritt. 
Der Lukmanier glich einem zähen ausgedienten Kaugummi, 30km moderat bergauf, aber halt immer hoch.
Aber alles hat ein Ende, so auch der längste der 5 Pässe und immerhin waren es ja "nur noch 2" :-)
Danach kam der Oberalbpass und damit dunkle Gewitterwolken.
Bereits im Aufstieg wurde es nass, oben angekommen,  war eigentlich der Plan, gleich runter zu fahren. Doch dann kam der Hagel, die Straße war ruckzuck weiß wie im Winter. Zusammen mit anderen Fahrern standen wir nass bis auf die Haut auf der Passhöhe und warteten bis aus Hagel Starkregen wurde, dann ging es weiter. Oh ja ich hatte Spaß!  Aber war ja nur Wasser! 
Runter nach Andermatt und rein in den Susten.
Kurz danach die SMS: Timo war auch über die Matte und nun auch im Susten. Yesss,  trotz der langen Entlastung nach der Hüftkopfnekrose, so ne geile Leistung. 
Bin soooo stolz auf dich!

Diesmal waren die Wolken noch dunkler und die Hagelkörner noch größer...
Ist das Rad eigentlich gegen Hagelschaden versichert?
Vollkommen durchnässt kam ich dann endlich oben an, Jacke drüber und auf ging es in die kalte Abfahrt...und dann endlich der Gegenanstieg und runter nach Meiringen.
Dort kam ich dann nach 12 Stunden 34 Minuten als 3. Frau ins Ziel.
Schnell zum Truck, was warmes Anziehen und dann Timo im Ziel erwarten.
Auch er kam unversehrt ins Ziel...jetzt kann unser Urlaub entspannt weiter gehen.
Ich muss mich jetzt wieder aufs Laufen konzentrieren,  hab da noch zwei kleine Events und Timo will sich auch wieder die Laufschuhe anziehen und vorsichtig (das hoffe ich zumindest) antesten. 

Rhön 300! Eine Prüfung!

Letztes Wochenende war es soweit. Der Rhön 300 Marathon stand vor der Tür. 
300km und über 4500hm quer durch die Bayrische Rhön mit kurzen Abstechern nach Hessen und Thüringen und das auch noch unter Zeitdruck ;-)
Samstagmittag reisten wir an, die erste Nacht in unserem Dachzelt stand bevor. Perfekt um alles auf Wasserdichtigkeit zu testen. 
Die Motivation hielt sich in Grenzen, den bereits am Samstag stand fest: der Start um 6 Uhr in Schondra würde nass werden!
Und so war es auch. Nach einer total gemütlichen, mulmig, warmen Nacht im Dachzelt mussten wir um halb fünf (MORGENS grrrrrr) aufstehen um uns für die bevorstehenden 300km zu rüsten. 
Das übliche: wie doof muss man eigentlich sein, …  ;-)

Egal um 6 Uhr standen wir mit unseren Freunden Axel und Volker am Start, der dann ganze 15 min nach hinten verlegt wurde (wegen des Wetters, ha, ha, ha ) 

Dummerweise standen wir ziemlich weit hinten und hatten irgendwie auch nicht so auf dem Schirm, dass sich da vorne eine schnelle Gruppe bilden würde. 
Es war die erste Austragung des wirklich sehr gut organisierten Marathons und noch ziemlich überschaubar. Also mussten wir versuchen etwas ranzufahren, immerhin wurden die ersten 40km mit knapp 1000hm als Rennen gewertet. 
Mit ging`s so gar nicht gut, Puls hoch, Beine schlecht…Timo musste mich aufmuntern. Danke!
Aber dennoch konnte ich mir als 3. Frau die Bergwertung sichern. Aber auch danach konnte man die Beine  nicht Hoch nehmen denn es galt ein Zeitlimit von 12 Stunden, also einen 25er Schnitt inc. aller Pausen einzuhalten. Ansonsten wurde man aus dem Marathon genommen.  Auch nur wer das Zeitlimit schaffte wurde am Schluss in der Bergwertung gewertet.
Irgendwann war es dann nur noch von unten nass und wir spulten Kilometer für Kilometer ab. Hinter Timo`s starken Rücken (geile Leistung mal wieder!) fanden sich noch ein paar Mitstreiter, ab der ersten Verpflegung waren wir mit Felix und Raphael mindestens zu viert unterwegs, so dass ich nur ab und zu in den Wind musste. 
So ab Kilometer 180 fühlte ich mich dann auch wohler, bin halt wie ein Diesel ;-)
Eine kurze Schrecksekunde im nassen Kreisel: Vor uns rutschte ein Radkollege unserer Gruppe weg, Timo versuchte noch auszuweichen. 
Aber er lag dann doch mit seinem Domane in der li. Hand auf dem Boden und war froh, dass er es gehalten hat. Und ich dagegen war überglücklich, dass die Hüfte gehalten hat. 
Zum Glück nur blaue Flecken und leichte Schürfungen. (Raphael hoffen es geht Dir wieder besser)
Also ging es zügig weiter, mittlerweile war sogar die Sonne draußen! 
An den Verpflegungen konnten wir Getränke auffüllen und die Speicher füllen. Zum Ende hin kamen dann noch ein paar fiese Rampen mit 18% Steigung, doch auch die meisterten wir und kamen schließlich nach knapp 11 Stunden Fahrzeit und einem 27er Schnitt in Schondra an. 

Ein geiles Gefühl, wenn man da den Sprecher von weitem hört: Achtung hier kommt die erste Frau!!! ;-)
Und dazu noch so einen tollen Empfang: unsere Freunde Axel und Volker erwarteten uns schon im Ziel. Danke! 
Danach folgten noch die Siegerehrung und die Heimfahrt. Alles in allem ein geiles Event.

Kaum begreiflich warum wir am Abend vorher so motivationslos waren ;-) 

 

Ein toller Marathon mit kleinen Schwächen die aber bei der ersten Austragung zu verzeihen sind.
Grundsätzlich ist zur Strecke zu sagen durch das Profil und das Zeitlimit nicht einfach am Anfang Berge, da muss man schauen das man im Zeitlimit bleibt, im eher flachen Mittelteil muss man dann aufpassen das man nicht alle Körner verschießt damit man am Ende für die letzten Hügel mit bis zu 18% Steigung noch etwas in den Beinen hat.
Zur Ausschilderung ist zu sagen es waren zwar genug Schilder  vorhanden nur die Position, die Schilder sollten schon vor der Kreuzung und nicht erst in der Kreuzung sein, war teilweise etwas verwirrend.  Die Helfer an der Anmeldung, den Verpflegungen und an der Strecke waren alle Super. Eine Info über die Strecke an den Verpflegungen und ein Erste Hilfe Koffer wären auch noch etwas was man verbessern könnte. Und zum Schluss das Zeitlimit es ist wirklich eine Herausforderung und macht die Rhön 300 zur echten Prüfung, nur entweder es gibt ein Zeiltlimit oder nicht am Anfang werden die Leute rausgenommen und am Ende wird es dann doch um eine Stunden verlängert. Ist für alle die vorher rausgenommen wurden dann wirklich schade.


Vielen Dank an alle Helfer, die Polizisten auf ihren Motorrädern! Und natürlich an alle Mitradler!


Timo vielen Dank für deine Motivation am Anfang und dein Qualitätswindschatten ;-)


Jetzt etwas regenerieren, bevor es in 2 Wochen zum Alpenbrevet in die Schweiz geht.

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